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WYSINWYG – What you see is not what you get
  • Diana Dodson

  • WYSINWYG – What you see is not what you get , 2004
Detail
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  • Rauminstallation
  • 200.00 x 470.00 x 300.00
  • diverse Materialien
  • 2004
  • ZAGREUS-Projektgalerie, Berlin/D (EA), WYSINWYG - What you see is not what you get, 2004
  • Das Zagreus Projekt arbeitet an der Schnittstelle von Galerie und gastronomischer Einrichtung. In Kooperation mit den KünstlerInnen werden verschiedenste Möglichkeiten der Essenszubereitung, der Präsentation und des Verzehrs erarbeitet. Der leicht veränderte Begriff aus der Programmiersprache «WYSIWYG – What You See Is What You Get» (was die originalgetreue Darstellung auf dem Bildschirm im Vergleich zur Druckausgabe umschreibt) bildet die thematische Grundlage
    der Installation im ZAGREUS-Projekt. Die Negation dieses in der Computerwelt gängigen Begriffs verweist auf die Nichteinhaltung dieser Aussage.
    Wie wirklich ist die Wirklichkeit in der Bilderflut des digitalen Zeitalters oder auf der genüsslich zum Mund geführten Gabel? Während der Ausstellung werden die Gäste zu Akteuren im Spiel mit der Wahrnehmung und der Sinnbildung.
    Der Essraum ist die Inszenierung einer Filmbühne, auf welchem Soap Operas gedreht werden könnten. Die Stimmung erinnert an ein bürgerliches, edles Interieur eines verarmten Adels. Neben realen Objekten wie Tisch, Stühle, Lampen und Teppich sind viele Komponenten der Installation imitiert, wie das Kaminfeuer aus
    bemaltem Plastik, die Backsteine aus Holz, der Parkett aus PVC, die Malerei an der Wand als Kunstdruck oder die in Holzstruktur bemalte Wandtäferung.
    Als Teil der Installation werden die Gäste eingeladen, die gebaute Bühne aktiv zu nutzen. Die Filmkulisse wird zum Spielplatz der Realität, wo sonst Fiktionen und Projektionsflächen einer subjektiven Realität entstehen. Auch die servierten Speisen sind nicht, was sie zu sein scheinen. Ob ein mit Fisch gefüllter Spanferkel oder süsse Tortelloni als Dessert - Verlässliches über die optische Ungewissheit können nur die Geschmacksrezeptoren vermitteln.
    Der Betrachter bewegt sich im Spannungsfeld von Realität, Inszenierung und Täuschung - nur ist in diesem Fall alles sinnlich Erfahrbare echt.