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Zeit geht vorbei
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  • Ausstellung
  • 2009
  • «Zeit geht vorbei», LOGE Bern
  • Nino Baumgartner begibt sich am Tag der Ausstellungseröffnung auf eine Reise durch Europa. Einem Seismographen ähnlich erfasst der Künstler Landschaften und Städte von San Sebastian bis Reykjavik. Die Arbeiten, die unterwegs entstehen, sendet er in die Loge. Der Künstler lässt so seine Installation in der Loge sukzessive aus der Ferne wachsen. Nino Baumgartner legt eine Situation an, die am Tag der Vernissage noch unvollständig ist. Sie besteht aus unzähligen, mit Bitumen bearbeiteten Holzlatten, die zwischen Decke und Boden eingeklemmt sind. Ein Fernseher, ein skulpturaler Sockel, der ein grosses Wasserglas trägt, und ein Steinelement sind weitere Exponate. Der Künstler ergänzt dieses Dispositiv stetig mit Zeichnungen und Videos, die er auf seiner Reise durch Europa macht und die er in die Loge schickt. Die Holzlatten dienen als Träger der Zeichnungen, wodurch sich ihr installativer Charakter zu Gunsten einer dispositiven Funktion verändert. Mit dem Choreographen Dominik Locher entwickelt Nino Baumgartner für die Vernissage eine Performance, die von den TänzerInnen Florentine Krafft, Natalina Muggli, Sabina Reich, Christina Liechti und Samuel Brau ausgeführt wird. Sie steht in direktem Zusammenhang mit einer
    Arbeit des Künstlers: Die Performance bringt Wasser aus dem Brunnen im Progrhof in ein Glas, das auf dem Sockel steht. Dieses Glas Wasser wird am 20. Juni in die Aare gegossen. Es fliesst darauf in den Rhein und erreicht fünf Tage später Rotterdam, wo sich Baumgartner zu diesem Zeitpunkt aufhält. Er füllt das Wasser, das von Bern kommt, wieder in einen Behälter und schickt es zurück in die Loge, wo es wieder auf der Skulptur seinen Platz einnimmt.