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myFunerals no 3 grieving
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  • Drawings, Objects, Sculptures and Performance
  • 15.00 x 4.00 x 11.00 m
  • Kreide und Klebeband / mapping, installation, internvention, partizipative performance
  • 20.4.2013
  • 20.06. - 30.06.2013 "Manöver Sarnen" Masterausstellung HSLU Design&Kunst
  • myFunerals no 3 grieving maps the cemetery in Sarnen/Switzerland with chalk drawings on the motor vehicle hall's floor in Sarnen in June 2013.

    The Installation reflects the site and the rituals and gestures of the local community. A soundscape with interviewed statements of experts fills the room.

    Ausgehend von Interviews mit Vertreterinnen der
    religiösen Gemeinden, mit Bestattungsunternehmen,
    Ritualberaterinnen und Betroffenen in Sarnen, Luzern
    und Bern sowie Recherchen vor Ort befragt «myFunerals
    » Rituale und Praktiken als Akte des Erinnerns und
    Trauerns bei Abdankungen und Bestattungen
    auf dem Gemeindefriedhof Sarnen.

    «myFunerals» besteht aus drei Teilen: Der Performance
    «no 1 purification» in der Abdankungshalle, die das
    Reinigungsritual an Hand des Nägelschneidens reflektiert,
    der Performance «no 2 cortege», bei der in Form
    einer partizipativen Prozession die beweglichen Objekte
    des Erinnerns und Trauerns vom Friedhof in die Motorwagenhalle
    verschoben werden und „no 3 griefing“
    - einem Mapping mit Displacement in der Motorwagenhalle
    auf der gegenüberliegenden Talseite.

    Die Karte spiegelt die Anlagen und Handlungen, in
    denen die verstorbenen Gemeindemitglieder ihre letzte
    Ruhe finden. Das Soundscape beschallt mit Kernaussagen
    der Interviews zu Ritualen und Gesten von Expertinnen
    die Halle.

    Über das statisch Gegenständliche hinaus macht «my-
    Funerals» die aufeinander folgenden rituellen Handlungen
    der Abdankung und Bestattung auf künstlerische
    Weise erkennbar: Waschung und Reinigung, das
    Zurechtmachen für die Aufbahrung und Präsentation
    des Toten, die Abdankung und Danksagung durch die
    Angehörigen, die Prozession zur Grabstätte, die Beerdigung
    und der Abschied vom Verstorbenen.

    Diese Handlungsmotive werden aufgenommen und mit
    den dortigen Gegebenheiten in medialer Vielfalt umgesetzt.
    Das wohl befremdliche Ver- und Übereinanderschieben
    von Orten, Gegenständen, Anlässen und Bedeutungen
    macht spürbar und sichtbar, wie unsere Wahrnehmung
    situativ gestimmt ist.